Kurzinhalt:

Fritz Roloff, einst erfolgreicher Filmemacher, verbringt mit seiner Muse Nives Marell den Weihnachtsurlaub in Thailand. Beide er- und überleben den Tsunami … doch die Katastrophe eignet sich hervorragend, einen Mord zu vertuschen.
Zweieinhalb Jahre später stirbt im Münchner Residenztheater der Gewandmeister Sepp Bloch an einer Vergiftung. Es laufen gerade die Proben zur Neuinszenierung von Fritz Roloffs erstem Theatererfolg in memoriam des Künstlers. Es ist ein Ehemaligentreffen: Regie führt Roloffs ehemaliger Assistent Hannes Wachsmuth, zu den Darstellern zählen Roloffs Ex-Geliebte Viola Bruhns, sein Ex-Lieblingshauptdarsteller Werner Androsch und natürlich auch Nives Marell. Der Tote ist ebenfalls ein Weggefährte aus alten Tagen. Die Ermittlungen von Kriminalrat Max Pfeffer und seiner Kollegin Annabella Scholz konzentrieren sich schnell auf Ensemblemitglieder sowie Angestellte in der Herrenschneiderei des Theaters. Dann wird auf dem großzügigen Anwesen der Nives Marell im hübschen Dorf Zacherlkirchen ein Skelett gefunden. Man vermutet einen historischen Fund, doch fehlende Grabbeigaben machen die Datierung schwierig. Außerdem scheinen die Gebeine hervorragend zu einem lange zurückliegenden Vermisstenfall zu passen. Denn der Bauer, der einst den Hof bewirtschaftet hatte, war eines Tages plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. Auch verdichten sich die Anzeichen, dass Fritz Roloff damals beim Tsunami gar nicht ums Leben gekommen ist.

Krimifans kennen den melancholischen Kriminalrat Max Pfeffer bereits aus »Das geschenkte Mädchen« (Leda Verlag, 2004) und »Reine Nervensache« (Leda Verlag, 2006, neu verlegt als Taschenbuch im Hirschkäfer Verlag, 2010). Martin Arz legt mit »Die Knochennäherin« seinen dritten Pfeffer-Roman vor.

»Die Knochennäherin«, Max Pfeffers 3. Fall, Kriminalroman von Martin Arz, 339 Seiten, Quer Verlag, Berlin, 2009
ISBN 978-3-89656-167-1

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Das sagt die Presse

»Beim Lesen kommt einem die alte Fassbinder-Clique in den Sinn, aber vielleicht ist das auch nur eine Projektion. Wie auch immer: Es ist ein München-Roman, gespickt mit Figuren, die man zu kennen glaubt, weil die Stadt voll ist mit solchen Typen.« Wolfgang Görl in der Süddeutschen Zeitung, 30./31.01.2010

»Martin Arz lässt seinen schwulen Bullen Pfeffer (...) beherzt ermitteln. Es wird ihm also nicht fad, dem Leser auch nicht!« www.wien-heute.at, Feb./2010

»Martin Arz schafft mit dem schwulen Kriminalrat Max Pfeffer einen neuen literarischen Typus.« Pride, Dez./2009

»Martin Arz' Roman ist so stimmig gewebt, wie Knochen vernäht werden, und bis auf die urbayrischen Mundart-Herausforderungen flüssig zu genießen.« Siegessäule, 01/2010

»Was die Gebeine des Heiligen in der Wallfahrtskirche mit dem Tod eines Theaterschneiders zu tun haben, dröselt Martin Arz auf 300 flott wegzulesenden Seiten gradlienig auf. Wer als Vorbild für Diva Marell dienste und ob wir es hier mit einer bajuwarischen Parodie des Rainer Werner Fassbinder-Clans zu tun haben, verrät uns Arz allerdings nicht. Die diversen Seitenstränge fügen sich am Ende allesamt zusammen und machen "Die Knochennäherin" mit ihren griffigen Charakteren zu einem kurzweiligen Schmöker.« Axel Schock im Hinnerk, 12/2009

»Knochenjob für Kriminaler (...) Autor Martin Arz erweist sich als findiger Beobachter des Münchner Stadtlebens und bayerischer Gepflogenheiten.« Abendzeitung, 15.10.2009

»Knochenharte Unterhaltung.« Leo, Oktober 2009

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